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schnitter auf der raritätenbörse 2016Schnitter bei der Raritätenbörse 2016 im Botanischen Garten in Wien.

Reger Andrang und lebendiges Interesse herrschten am Schnitter-Stand bei der diesjährigen Raritätenbörse im Botanischen Garten. Zum dritten Mal konnten unter der wunderschönen Platane Jung und Alt alles rund um die Sense erfahren und unter fachkundiger Anleitung von Schnitter Klaus ausprobieren, selbst die Sense zu schwingen.
Fazit nach drei erlebnisreichen Tagen voller Begegnungen und Geschichten: Die Sense wirkt. Wenn auch auf unterschiedliche Weise, ist doch für fast jeden etwas dabei:
kleine schnitter mit rechen

Die ganz Kleinen interessieren sich für die „Wikingerhörner“ (alias Kumpf aus Kuhhorn), spielen hingebungsvoll im duftenden frischen Gras-Schnitt und bewegen einen Holzrechen, der gefühlte dreimal so lang ist wie sie selbst. So ab zehn wird das Ausprobieren der Sense so richtig interessant. Auch Burschen und Mädchen, die noch nie zuvor eine Sense gesehen haben und nicht wussten, wozu man die brauchen kann, schwingen beherzt und voller Begeisterung das auf jeden Fall attraktive Werkzeug.
junge SchnitterDie Coolen, schon etwas älter, nehmen die Sense fürs Foto zum Posten in die Hand. Fotogen ist die Sense für alle. Wo ein Mensch mit Sense, da auch ein Fotoapparat oder Handy in Aktion. Auch Facebook-likes tragen dazu bei, dass diese wunderbare und nützliche Kulturtechnik nicht in Vergessenheit gerät. Ein älterer Herr setzt sich auf den Dengelbock und zing zing zing…. zeigt er seinem Enkel, wie man richtig dengelt.
Eine ältere Dame mit Gehstock gerät ins Tanzen, als sie mit keckem Hüftschwung vorführt, wie ihr Vater die Sense geführt hat. Da braucht sie plötzlich keine Gehhilfe mehr.
Die Sense weckt Erinnerungen und holt Geschichten aus dem Gedächtnis hervor. Sie verbindet Generationen und Kulturen. Eine Dame, die aus Bosnien stammt, beäugt und kommentiert die Sensenmähkünste der Probe-Schnitter sachkundig und kritisch.
Zuschauen beim SensenmähenEine elegante Touristengruppe aus dem arabischen Raum deutet aufgeregt auf die ausgelegten Sensen und unterhält sich offenbar sehr angeregt darüber.Schnitter Stand Raritätenbörse
Und dann gibt es natürlich die immer zahlreicher werdenden Sensenfreunde aus Erfahrung und Überzeugung. Wobei bei einigen Menschen unter der Platane die Sensenbegeisterung sich spontan entwickelt hat. Von Null auf Hundert nach einmal Probesensen mit fachkundiger Beratung.Zuschauen beim Sensen Dengeln
Und das Schnitter-Team freut sich über Besuche von Bekannten und Freundinnen, von Kennerinnen und Kennern, die den Stand besuchen mit einer Frage oder dem Wunsch nach dem einen oder anderen Teil der Sensenausstattung.
Persönlich Bilanz nach drei intensiven Tagen: Die Sensen-Bewegung wird größer, breiter und bunter. Wir bedanken uns bei allen, die uns am Stand besucht oder auch nur kurz angesprochen haben. Wir hoffen, Sie hatten so viel Spaß und Freude wie wir und wünschen „A guate Schneid“!

Schnitter am Stand
Schnitter Semsemstand auf der Raritätenbörse

Text: Irmgard Kirchner