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Hanna Arendt Park Wien

Foto:Stuff Klier, Hanna Arendt Park, Wien

Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts regnen Horror-Szenarien auf uns: Klima-Erwärmung, Über-Bevölkerung, Arbeits-Losigkeit, Top-Everything,  Wirtschafts-, Ernährungs-, Alles- Krise. Wer daraus folgert, sich für die Zukunft eine Depression, Schwerhörigkeit oder ein dickes Fell zuzulegen, irrt.
Mélanie Laurent und Cyril Dion zeigen im Film TOMORROW / Demain, dass auf diesem Planeten Menschen seit Jahrzehnten an Lösungen arbeiten um unser Überleben zu sichern. Das sind nicht die berühmten gut bezahlten Wissenschaftler (auf die wir nicht weiter warten sollten), sondern engagierte Menschen wie DU und ICH, und sie kommen aus den Städten. Auf einer Reise um die Welt zeigt der Film eine Zwischenbilanz [Zeitpunkt der Dreharbeiten 2014] auf dem Weg zum überlegten Überleben. Sehr witzig und unterhaltsam (wie bei der Sendung mit der Maus) werden Lügen aufgedeckt, die uns in der Ohnmacht halten. Zack de la Rocha (Rage against the machine) sang 1992 „take the power back„. Das war schon etwas weiter als das No-Future-Lebensgefühl des Punk. HEUTE wissen wir: es gibt niemandem von dem wir die Macht zurückholen können, denn wir konnten sie nie abgeben.
Das offene Geheimnis, die EINE Lösung für alles lautet: DIVERSITÄT – also eine unzählbare Menge von Lösungen.
Der Film (der die Nuit-Debout-Bewegung in Frankreich animiert hat) läuft ab Morgen (3. Juni 2016) in den Kinos Österreichs. Prädikat: gesund, anti-depressiv, unbedingt sehenswert.
Dass der Film hier nicht verboten ist, ist ein weiterer Grund für Optimismus in diesem Land.

  • Kommentar von Sigi Wekerle, 20. Juni 2016:Sense of Humor, Sigi Wekerle