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El Verdugo de Sevilla, Theaterplakat Algezares 2019

2019 auf der zweiten Sensen-Städte-Tour durch Spanien (hier die erste) beeindruckten Klaus Kirchner nicht nur die schweren Stahlwürfe, die zu den Kursen mitgebracht wurden, sondern auch kreative Zugänge zum Thema Mähen und Sensen:

Algezares: Dieses aktuelle Theaterplakat (siehe oben links) zeigt die starke Verwurzelung von Sense und SchnitterIN in der spanischen Kultur. Der Schnitter Tot heisst auf spanisch La Muerte Con La Guadaña, sie ist also weiblich.
Daniel meint zum Sensenmähen: „Die Sense ist wie eine Antenne in den Boden. Ich spüre die Energie der Erde und die Energie meiner Vorfahren.“

Bullas: Mulchen mit Schnitt. Beim Besuch der Asociación Biosegura zeigten uns Spanische Biobauern, dass sie gerne die Böden um ihre Pflanzen mulchen. Das bremst das Austrocknen, denn Wasser ist ein rares Gut. Ausserdem macht es das Mulchen der pflanzlichen Konkurrenz zum Gemüse schwerer (Alternative zu Herbiziden). Die Sense ermöglicht es schnell und gut portioniert Mulchmaterial zu ernten.

Plaza de San Juan de la Cruz, Caravaca de la Cruz, 2019

Caravaca de la Cruz: Mähen wird völlig verzichtbar, wenn statt Pflanzen grünes Plastik ausgelegt wird ( im besten Fall Polyethylen). Auch wenn es keinen chemischen Unterschied zwischen Plaktikmüll in der Landschaft und Plakstikrasen auf einem öffentlichen Platz gibt, schaut grünes Plastik im öffentlichen Raum deutlich besser aus. (Plastik versprödet, gibt Weichmacher an die Umwelt ab, wandert in Kleinstteilen in Boden, Grundwasser, Lebewesen.) Wenige Schritte von der Plaza de San Juan de la Cruz gab es in der Stadt übrigens auch Freiflächen mit lebendem Gras, Flächen mit offenem Boden und Flächen mit grün lackiertem Beton.

Schnitter.in plant 2020 eine weitere Reihe von Sensenkursen in Spanien. Anmeldungen dazu über Kommentar.